Impressionen der Studienreise 2023: „Römische Spuren in Nordspanien“

Vom 17. Mai bis zum 21. Mai 2023 erkundeten interessierte Freunde & Förderer des Vereins im Rahmen der 5-tägigen die Studienreise "Römische Spuren in Nordspanien". 

Der erste Tag eröffnete erste Eindrücke nach der Ankunft in Bilbao: Nach einer Stadtrundfahrt, bei der wir u.a. den traditionellen Fischer- und Handelshafen in der Mündung des Flusses Nervión besichtigten,  erkundeten wir gemeinsam den denkmalgeschützten Altstadtkern. Zum Abschluss wurde das berühmte Guggenheim Museum besucht.

Am zweiten Tag stand eine Weiterfahrt nach Burgos auf dem Plan. Die Altstadt Burgos ist für Fußgänger leicht zu erobern. Ein Spaziergang durch die attraktive Pappelallee “El Espolón” am Alarzón Fluss, die man über die alte Santa Maria Brücke erreicht, ist eine der Lieblingsbeschäftigungen der Einwohner Burgos. Durch den Torbogen der “Santa Maria”, einem prächtigen Tor aus dem 11. Jahrhundert, erreicht man die Kathedrale. Nach einer Besichtigung der Kathedrale und dem „Museo de la Evolución Humana“ fuhren wir weiter nach Palencia, wo wir übernachteten. 

Nach dem Frühstück besuchten wir kurz die Ortschaft Palencia; anschließend fuhren wir weiter, um die römischen Villen und Mosaiken von „La Tejada“ und „La Olmeda“ zu besuchten. Am Nachmittag reisten wir weiter in Richtung Lugo. Unterwegs besuchten wir die Kulturlandschaft „Las Medulas“, wo sich die wichtigste Goldmine des Römischen Reiches befindet. Bei einer geführten Tour entlang eines Rundwegs von ca. 3 km sahen wir die letzten Abbaufronten, wo die Römer die Mine aufgegeben haben und wo sich die Stollen „La Cuevona“ und „La Encantada“ befinden. Die Tour führte uns im Rahmen eines Spazierganges durch ein Labyrinth aus roten und kastanienbraunen hundertjährigen Felsformationen. Später ging weiter zum Übernachtungsort Lugo.

Der vierte Tag: Besuch der Stadt Lugo mit seiner glanzvollen römischen Vergangenheit, wie an der

Stadtmauer, die zum Welterbe erklärt wurde, an den Thermen oder dem Ponte Romano (Römerbrücke) zu sehen ist. Auch ein Besuch der Kathedrale und der Virxe dos Ollos Grandes, eine fantastische farbige Steinskulptur aus dem Mittelalter, war ein absolutes Muss. Anschließend Weiterfahrt nach Santiago de Compostela. Bei einer ausführlichen Besichtigung sahen wir uns die Altstadt an und besuchten die Kathedrale. Die einzigartige Barockfassade der Kathedrale schaut auf den Obradoiro Platz mit seinen prächtigen historischen Gebäuden im romanischen, barocken und neuklassischen Stil, wie dem Rathaus aus dem 18. Jahrhundert. Nicht umsonst ist auch Santiago mit der Auszeichnung der UNESCO “Erbe der Menschheit” ausgezeichnet worden. Die Altstadt übt eine magische Anziehungskraft auf jeden aus, der sie kennt. Die romantischen Gassen,

Arkaden, dunklen Hauseingänge, die verträumten Plätzchen, die historischen Universitätsgebäude, aber vor allen Dingen die Bars, in denen man sich trifft und das Leben genießt, machen Santiago einzigartig. Am Nachmittag ging es weiter nach A Coruña.

Der 5. und letzte Tag brach an: Die Hauptstadt Galiziens, A Coruña, ist eine charmante Hafenstadt am Atlantik, im äußersten Nordwesten des Landes gelegen. Das typische Gepräge der Stadt, mit ihren weißen verglasten Balkonen und regenverwaschenen Steinen, machen die an der rauen Westküste Spaniens gelegene Stadt attraktiv und anheimelnd. Das Leben ist vor allem durch den wichtigen Hafen bestimmt. Das Leben spielt sich in den typischen Bars und Restaurants des Fischerviertels “Pescadería” ab, Stadtteil zwischen Strand und Hafen. In der mittelalterlich ummauerten Altstadt mit ihren vielen Kirchen und riesigen Herrenhäusern aus dem 18. Jahrhundert fanden wir angenehme Gassen zum Schlendern. Zwei „Wahrzeichen“ standen uns für einen Besuch zur Auswahl: das „Museo Domus“ oder das Aquarium „Finis Terra“. Zum Abschluss besichtigten wir den Leuchtturm „Torre de Hercules“, ein Turm und Leuchtturm aus dem 1. Jh. nach Chr. auf einer Halbinsel der Stadt gelegen. Er hat das Privileg, der einzige römische Leuchtturm und der älteste in Betrieb befindliche der Welt zu sein.

Am frühen Abend traten wir die Heimreise an – mit nachhaltig wirkenden Eindrücken: 5 Tage lang weilten wir auf den Spuren der Römer in Nordspanien, was für ein Erlebnis.